Stadt­quartier Anklam Anklam, Neubau, Planung ab 2013

Das Stadtquartier in Anklam 2013

Das Projekt setzt sich mit der Wiederherstellung der Stadtkante zum Fluss Peene hin und mit der Wiedergewinnung eines von der Flusslandschaft her erlebbaren Stadtpanoramas auseinander. Die abgrenzende Figur der einstigen Stadtmauer und des späteren alten Rathauses wird durch eine komplex durchgeformte Blockrandbebauung wiederaufgenommen und durch das weithin sichtbare Stadtzeichen eines Turmpaares überhöht.

Stadt, Platz, Fluss

Es bietet sich an, den orthogonalen Stadtgrundriss auch im nördlichen Randbereich im Wesentlichen beizubehalten und auszugestalten, zugleich aber die herausragende Situation eines Stadteingangs vom Fluss her zur Ausbildung eines Stadtplatzes mit hoher Aufenthaltsqualität zu nutzen, zumal das Straßenraster dieser Stadt die Ausbildung solcher Plätze bisher kaum zugelassen hat.

Historisches Bild vom Stadteingang in Anklam

Entwurf und Stadtgestalt

Die Bauhöhe der Neubauten mit einem oder zwei Obergeschossen orientiert sich an der überlieferten Stadtstruktur, die turmartigen Eckbauten nehmen Bezug auf das von Kirchtürmen überragte Gesamtbild der Stadt. Schließlich gilt es, den naturgegebenen reizvollen Kontrast zwischen weiträumiger Flusslandschaft und städtischer Enge und Dichte gestalterisch auszuarbeiten.

Ein Architekturmodell vom Stadtquartier in Anklam
Skizze der Stadt Anklam

Miteinander von Tradition und Innovation

Das Bauvorhaben ist dem Ziel verpflichtet, einer von vielfältigen Zerstörungsschüben gezeichneten Stadt an markanter Stelle architektonische Substanz zurückzugeben. Die Sprache der von uns ersonnenen Architektur will sich nicht von der Stadtgeschichte absetzen, sondern will integrierend die noch vorhandenen Traditionselemente aufnehmen, verbinden und zu einem attraktiven gegenwartsbezogenen Erscheinungsbild der Stadt Anklam weiterentwickeln .

Erlebbare Vergangenheit 

Die komplexe Gestalt, vor allem der Turmbauten, mag als Reminiszenz an die dichte, oftmals additive Bauweise aus der Zeit der Gotik empfunden werden; das Fassadenbild aber bezieht sich deutlich auf die dominante klassizistische Phase der Stadtentwicklung.

Entwurf mit den Turmbauten

Harmonie und Funktion der Platzgestaltung

Zumal für den neugeschaffenen Stadtplatz erscheint uns eine visuell reiche, noble und wohl-proportionierte Gestaltung der deutlich voneinander
abgesetzten Bauteile angemessen, denn erfahrungsgemäß hängt die Akzeptanz eines Platzes und die Wirtschaftlichkeit der hier angesiedelten Unternehmungen eindeutig auch von dem Anspruchsniveau ab, das der Durchgestaltung der umgebenden Baukörper und Fassaden zugedacht wird.

Die Gebäudeansicht von der Burgstrasse aus
Kategorie
Stadtquartier
Planung
Ab 2014
Projektleitung
G. Pesenti
Mitarbeit
A. Totaro
Bauherr
K2 Hanse GmbH & Co.KG, Anklam