Atelier

Zwei Maxime prägen die Arbeit in dieser Architekturwerkstatt: Eine Architektur zu schaffen, die sich nahtlos einpasst ins Gefüge der Stadt, und die Belange der Menschen, die in diesen Häusern künftig wohnen oder arbeiten sollen, berücksichtigt. Ihnen gilt die Suche nach der besten Lösung, einschließlich maßgeschneiderter Anpassungen auf je individuelle Bedürfnisse.

Derart geschlossene Konzepte entstehen hier nicht am Rechner: Vor dem Entwurf und der technischen Planung reift bei Marc Kocher Architekten die Idee – und diese wird jenseits aller verfügbarer Softwaretools immer in Handzeichungen entwickelt. In detaillierten Skizzen, Zeichnungen und liebevoll kolorierten Aquarellen reift in kurzer Zeit ein nachhaltig durchdachtes und facettenreiches Gestaltungskonzept, das im Weiteren planerisch und technisch für die Ausführung digital durchgeplant wird.

Team

Marc Kocher hat ein rund zehnköpfiges Team von oft langjährigen Mitarbeitern in seinem Büro versammelt; überwiegend  aus Italien, denn diese Architekten teilen das von Kocher in den Jahren bei Aldo Rossi erworbene Verständnis für jene grundlegenden Regeln des Bauens, die seit Jahrhunderten unverändert sind. Dieses eingespielte Team kultiviert klassische Architekturmethodik ebenso wie die Werkzeuge des digitalen Planens mit dem Ziel durchdachter, in gemeinsamen Diskussionen immer weiter verbesserter Entwürfe.

Giuseppe Pesenti
Architekt/Büroleitung
Jeannette León de Baschinski
Architektin
Andrea Totaro
Architekt
Stefano Caiulo
Architekt
Ugo Felici Giunchi
Architekt
Portrait Marc Kocher

Marc Kocher

Marc Kocher stammt aus Bern. Noch vor Abschluss seines Studiums an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich (ETH) nahm er eine Tätigkeit im Mailänder Büro von Aldo Rossi auf, einem prägenden Kopf der europäischen Nachkriegsmoderne, zugleich exponierter Vertreter des italienischen Razionalismo, später der aufkommenden Postmoderne. Hier wurde Kocher vertraut mit einem reichen, aus allen Epochen der Baukunst schöpfenden Städtebau- und Architekturverständnis, das ihn bis heute begleitet. In dieser italienischen Zeit wirkte er unter anderem mit am Wiederaufbau des 1996 abgebrannten klassizistischen Opernhauses La Fenice in Venedig. Er war unter anderem verantwortlich für die Wiederherstellung des aufwändigen Wand- und Deckenschmuckes im Inneren.

Nach Gründung des eigenen Architekturbüros 1997 entwickelte er in ersten Bauprojekten in Zürich und Berlin seine eigene, unverwechselbare Gestaltungssprache. Mit dem Umbau der Backfabrik, einer früheren Großbäckerei an der Prenzlauer Allee in Berlin, gelang dem Architekten 2001 die sensible Transformation eines historischen Industriebaus in einen modernen Büro- und Gewerbestandort. Kochers jüngste Projekte in Berlin-Weißensee, Karlshorst und Anklam bewegen sich zunehmend in städtebaulichem Maßstab. Der Architekt zeichnet bis heute alle Ansichten seiner Bauten zunächst von Hand. Diese kolorierten Architekturzeichnungen sind für ihn unverzichtbarer Bestandteil des Entwurfsprozesses.

Meilensteine

1984

Matura in Bern

1984–1989

Studium an der ETH Zürich

1988–1989

Praktikum Aldo Rossi, Mailand

1990–1997

Zusammenarbeit mit Aldo Rossi, Mailand

1997

Eröffnung Büro Zürich

1999–2001

Gastprofessur, School of Architecture, Siracuse, New York

2000

Fertigstellung Backfabrik, Berlin

2002

Fertigstellung Teatro La Fenice, Venedig

2004

Fertigstellung Müller-Martini-Areal, Zürich

2008

Fertigstellung Palais KolleBelle, Berlin

2011

Eröffnung Büro Berlin, Büroleitung G. Pesenti

2012

Wohnhaus Jablonskistraße, Berlin

2013

Fertigstellung Fellini Residences, Berlin

2018

Beauftragung eines Stadtquartiers in Bernau bei Berlin für 3400 Wohnungen